Sie haben bankz family Blog erfolgreich abonniert.
Toll! Schließen Sie als Nächstes die Prüfung ab, um vollen Zugriff auf bankz family Blog zu erhalten.
Willkommen zurück! Sie haben sich erfolgreich angemeldet.
Erfolg! Ihr Konto ist vollständig aktiviert, Sie haben nun Zugriff auf alle Inhalte.
Elterngeld - was steht dir und deiner Familie zu?

Elterngeld - was steht dir und deiner Familie zu?

Isabella Mentner

Die Geburt eines Kindes ist etwas Wundervolles. Gerade für Babys ist eine liebevolle Bindung zu den Eltern sehr wichtig und prägend. Es ist also verständlich, wenn du dich dafür entscheidest die erste Zeit mit deinem Neugeborenen Zuhause zu bleiben und deine Arbeit vorerst zu unterbrechen. Dabei sind allerdings die finanziellen Einbußen nicht zu vernachlässigen. Dazu kommt ein höherer finanzieller Aufwand durch das neue Familienmitglied. Deshalb stellt der Staat das Elterngeld zur Verfügung. Was das genau ist und was es für dich bedeutet, erklären wir dir hier.

Was ist Elterngeld und wann steht es mir zu?

Das Elterngeld wird vom Staat bereitgestellt und stellt einen finanziellen Ausgleich für Familien dar. Das Elterngeld kann nach der Geburt eines Kindes bezogen werden. Dabei gibt es drei Varianten, auf die wir im Verlauf unseres Artikels eingehen werden: Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus.

Folgende Voraussetzungen müssen du oder dein Partner erfüllen, damit ihr Elterngeld bekommt:

  • Du betreust dein Kind eigenständig
  • Du lebst in Deutschland
  • Du und dein Baby leben in einem gemeinsamen Haushalt
  • Du arbeitest maximal 30 Stunden pro Woche

Beim Familienportal vom Bundesministerium findest du außerdem weitere Voraussetzungen für den Fall, dass du bspw. keine deutsche Staatsbürgerschaft hast oder arbeitslos bist.

Tipp: Nicht zu vergessen ist das Mindestelterngeld! Das steht dir zu, wenn du dein Kind nach der Geburt selbst beaufsichtigst und nebenbei höchstens 30 Stunden in der Woche arbeitest.

Wie viel Elterngeld erhalte ich?

Die Höhe deines Anspruchs ist abhängig von dem Einkommen des betreuenden Elternteils vor der Geburt und dem Wegfall des Einkommens nach der Geburt.

Das Recht auf das Basiselterngeld haben alle frischgebackenen Eltern. Es beträgt für gewöhnlich zwischen 65 und 67 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens der letzten zwölf Monate vor der Geburt. Es werden hierbei mindestens 300 Euro und maximal 1.800 im Monat ausbezahlt.

Um einen ersten Anhaltspunkt für deine Bezugshöhe zu erhalten, kannst du unseren Elterngeldrechner ausprobieren! Du erhältst in wenigen Minuten eine Übersicht, wie viel Elterngeld dir potentiell zusteht.

In diesem Bild siehst du eine Beispielrechnung, die wir mit unserem Elterngeldrechner durchgeführt haben:

Elterngeld_ElterngeldPlus_Partnerschaftsbonus
Beispielrechnung: Höhe des Elterngeldes 

Spezialfall Corona: Elterngeld-Regeln werden gelockert

In diesen schwierigen Zeiten mit COVID-19 ergeben sich für Eltern oftmals Änderungen im Beschäftigungsverhältnis. Systemrelevante Arbeitskräfte werden händeringend gebraucht und müssen mehr Stunden arbeiten als im Antrag zum Elterngeld vereinbart. Auf der anderen Seite kann der Fall eintreten, dass du in Kurzarbeit beschäftigst bist, kurz vor der Entbindung stehst und somit dein Gehalt geringer ausfällt als sonst. Dadurch wäre die Bemessungsgrundlage des Elterngeldanspruchs für dich verfälscht. Damit du und deine Familie besonders in diesen schweren Zeiten keine Nachteile haben, fasst das Bundesministerium hier alle gesetzlichen Neuerungen für dich zusammen, die wegen Corona beschlossen wurden.

Unterschied: Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus

Basiselterngeld: Das Basiselterngeld steht Eltern zu, wenn beide Elternteile an der Betreuung teilhaben und sie somit nicht mehr ihr volles Gehalt erarbeiten können. Dabei ist die Aufteilung unter den beiden Elternteilen für den Zeitraum der Betreuung flexibel wählbar, mindestens aber zwei Monate und maximal 12 Monate pro Elternteil. Der mögliche Gesamtzeitraum umfasst 14 Monate und betrifft die ersten 14 Lebensmonate des Neugeborenen. Anschließend an diesen Zeitraum kannst du aber einen Antrag auf ElterngeldPlus oder Partnerschaftsbonus stellen.

ElterngeldPlus: Das ElterngeldPlus dient als Verlängerung und Erweiterung des Basiselterngeldes. Du kannst also den Zeitraum des Basiselterngeldes mit dem ElterngeldPlus verlängern oder du entscheidest von vornherein die Betreuung für eine längere Zeit zu übernehmen als die 14 Monate, die beim Basiselterngeld vorgesehen sind.

Partnerschaftsbonus: Der Partnerschaftsbonus ist geeignet für Eltern, die sich zusammen dafür entscheiden während des Betreuungszeitraums zwischen 25 und 30 Wochenstunden zu arbeiten. Das ist auch der Fall, wenn du in Trennung lebst. Solltest du alleinerziehend sein, erhältst du den gesamten Anspruch für dich und dein Kind. Mit dem Partnerschaftsbonus erhältst du vier ElterngeldPlus-Monate auf die festgelegte Monatsanzahl dazu.


App-Download-Grafiken-02 App-Download-Grafiken-04

Wie, wo und wann beantrage ich Elterngeld?

Um dein Elterngeld zu beantragen, füllst du ein spezielles Formular aus. Hier findest du das richtige Formular, abhängig von dem Bundesland, in dem du lebst. Diesen Antrag reichst du anschließend mit den benötigten Bescheinigungen bei deiner Elterngeldstelle ein. Hier findest du welche Beratungsstelle für dich und deine Familie zuständig ist und kannst dich auch vor Ort beraten lassen. Du möchtest das lieber von Zuhause aus erledigen? Kein Problem! In manchen Bundesländern funktioniert der Antrag sogar digital.

Tipp: Je nachdem in welchem Beschäftigungsverhältnis du bist, musst du unterschiedliche Nachweise beim Antrag auf Elterngeld einreichen. Hier findest du eine ausführliche Aufführung vom Bundesministerium.

Ich lebe getrennt. Habe ich Anspruch auf Elterngeld?

Ja, auch wenn du in Trennung lebst, hast du einen Anspruch auf Elterngeld. Für die genauen Voraussetzungen kannst du dich hier informieren.

Muss ich Elternzeit nehmen, um Elterngeld zu bekommen?

Es ist nicht zwingend erforderlich in Elternzeit zu gehen, wenn du Elterngeld beziehen möchtest. Allerdings macht es Sinn, Elternzeit anzumelden, wenn du zu der Betreuungszeit deines Babys nicht mehr oder weniger arbeiten möchtest als vor der Geburt. Das kommt immer darauf an, wie viele Stunden du vor Geburt deines Kindes gearbeitet hast und wie viel du planst nach der Geburt zu arbeiten.

Wir hoffen du konntest in unserem Artikel alle wichtigen Informationen zum Elterngeld finden. Besuche uns gerne wieder auf unserem Blog, wir arbeiten stets an neuen Inhalten für dich und deine Familie. Wir freuen uns dich wieder auf unserem Blog zu begrüßen.

Dein bankz family Team


Auf diese Quellen beziehen wir uns in unserem Artikel:

https://www.elterngeld-digital.de/ams/Elterngeld
https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/elterngeld
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/elterngeld/elterngeld-und-elterngeldplus/73752
https://familienportal.de/familienportal/rechner-antraege/elterngeldrechner
https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/corona/elterngeld-corona
https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/corona/elterngeld-coron
https://bit.ly/3hMBfEC