Sie haben bankz family Blog erfolgreich abonniert.
Toll! Schließen Sie als Nächstes die Prüfung ab, um vollen Zugriff auf bankz family Blog zu erhalten.
Willkommen zurück! Sie haben sich erfolgreich angemeldet.
Erfolg! Ihr Konto ist vollständig aktiviert, Sie haben nun Zugriff auf alle Inhalte.
Was sind eigentlich Investmentfonds?

Was sind eigentlich Investmentfonds?

Louis Beul

Wenn man meine Oma fragt, war früher alles besser. Die Wiesen waren grüner, die Kugel Eis hat nur 10 Pfennig gekostet und aufs Sparkonto gab’s noch ordentliche Zinsen.
Obgleich ich meiner Oma nicht in allen Punkten Recht geben kann, lässt sich das Argument mit den Zinsen nicht abstreiten - die waren früher wirklich besser. Die europäische Niedrigzinspolitik und anhaltende Inflation sorgen sogar dafür, dass sich das Geld auf den Sparkonten nicht vermehrt, sondern an Wert verliert.

Eine tolle Möglichkeit, sein Geld dennoch gewinnbringend und inflationsgeschützt anzulegen, sind sogenannte Investmentfonds.
Im folgenden Blogartikel werdet Ihr mehr darüber erfahren was diese Fonds überhaupt sind und wie sie funktionieren.

Dieser Beitrag enthält sogenannte Affiliate-Links, gekennzeichnet mit einem Sternchen (*) Wenn du über solch einen Link auf die Seite eines Produktes weitergeleitet wirst, bekommen wir eine kleine Provision als Belohnung für unsere Empfehlung. Für dich ändert sich an der Website nichts - es ist also eine Win-Win-Situation. Alle empfohlenen Produkte haben wir außerdem selbst ausprobiert und für gut befunden.

Wie funktioniert denn so ein Fonds?

Einen Investmentfonds kann man sich vereinfacht wie einen großen Suppentopf vorstellen, in dem viele verschiedene Wertpapiere enthalten sind. Bei diesen Wertpapieren handelt es sich je nach Fonds zum Beispiel um Aktien, Staatsanleihen oder andere Vermögenswerte.

Wenn ich als Privatanleger nun in einen Fonds investieren möchte, kann ich einen Fondsanteil kaufen. Das ist quasi so, als würde man mit einer Suppenkelle einen großen Schluck aus dem Investment-Topf nehmen und in den eigenen Suppenteller (das private Wertpapierdepot) einschenken. In unserem Suppenteller haben wir jetzt also einen bunten Mix aus all’ jenen Wertpapieren, die auch im Topf enthalten sind. Dabei entspricht die Gewichtung der einzelnen Vermögenswerte auch immer der im großen Topf - heißt im Klartext: Wenn der Fonds zu 60% Adidas-Aktien und zu 40% deutsche Staatsanleihen enthält, so besteht auch jeder Fondsanteil aus genau diesen Zutaten.

Solche Fondsanteile lassen sich schon für 25,00 € oder weniger erwerben - was oft deutlich günstiger ist, als sich die einzelnen Aktien separat zu kaufen. Als Besitzer von Fondsanteilen profitierst du dann von Gewinnausschüttungen und dem Wertzuwachs der enthalten Wertpapiere - was oft deutlich profitabler als ein Sparkonto ist.

Risiken und Nebenwirkungen

Aktien und Anleihen sind Wertpapiere, die zum Großteil vom wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens oder Landes abhängen. Damit bergen sie naturgemäß auch einige Risiken, die für Privatanleger oft abschreckend sind - und zwar zurecht. Geht es dem Unternehmen sehr gut, so streichen auch die Aktionäre regelmäßig Gewinne ein. Geht ein Unternehmen pleite, sind die Aktien hingegen nahezu wertlos.

Investmentfonds sind jedoch insofern sicherer als Aktien, da man bei einem Fondsanteil nicht bloß auf den Erfolg eines einzelnen Unternehmens setzt, sondern gleich Beteiligungen an mehreren, oft hunderten, Firmen erwirbt. Somit wird das Risiko breiter gestreut, was man im Fachjargon Diversifikation nennt. Diese Diversifikation kann, je nach Art des Fonds, stärker oder schwächer sein. Investiert ein Fonds zum Beispiel in Aktien aus aller Welt und verschiedensten Branchen, so gilt er als sehr diversifiziert und damit risikoärmer als ein Fonds, der nur in deutsche Unternehmen investiert. Sollte Deutschland nämlich in eine Wirtschaftskrise geraten, würde die deutsche Firmenlandschaft wahrscheinlich proportional um einiges stärker darunter leiden, als andere Länder.

Arten von Fonds

Wie oben bereits genannt, lassen sich Fonds vor allem daran unterscheiden, in welche Wertpapiere, Branchen oder Regionen sie investieren.

So gibt es reine Aktienfonds, die das Fondsvermögen ausschließlich in Aktien investieren oder Anleihenfonds, die nur Staats - oder Unternehmensanleihen kaufen. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich auch sogenannte Mischfonds, die beides enthalten und somit zusätzlich diversifizieren.

Die drei häufigsten Fondsarten: Aktien-, Anleihen- und Mischfonds

In puncto Regionen gehören global investierende Fonds zu den beliebtesten ihrer Art, da die Risikostreuung bei einer weltweiten Investition ein geringes Risiko verspricht, während länderspezifische Fonds eher jene Anleger locken, die sich von einer bestimmten Region ein besonderes Wachstumspotenzial erhoffen. So gibt es auch risikoreichere Fonds, die in Schwellenländer und aufsteigende Märkte, sogenannte Emerging Markets, investieren.

Die meisten Fonds investieren in alle Branchen, um die Diversifikation zu erhöhen und somit das Risiko zu senken. Dennoch gibt es auch hier spezielle Fonds, die in bestimmte Branchen oder Wirtschaftssektoren investieren. Ein tolles Beispiel hierfür sind Fonds, die ausschließlich in Technologieunternehmen und innovative Startups investieren. In den letzten Jahren wurde zudem eine besondere Fondsart immer beliebter: der ETF.

ETF, das steht für Exchange Traded Fund, was zu deutsch soviel heißt wie börsengehandelter Fonds. Diese ETFs werden, wie die Übersetzung schon sagt, nicht von Fondsgesellschaften ausgegeben, sondern an der Börse gehandelt. ETFs bilden dabei meist die Wertentwicklung eines Aktienindizes, wie zum Beispiel die des DAX oder EuroStoxx ab. Man erwirbt also mit dem Kauf eines DAX-ETF quasi einen Anteil an allen im DAX enthaltenen Firmen.

Da sich so ein Index nur sehr selten ändert, sind ETFs in der Regel passiv gemanagt - es gibt also keinen Fondsmanager, der die im Fonds enthaltenen Wertpapiere laufend bewertet oder handelt. Das macht den ETF oft deutlich günstiger als einen traditionellen, aktiv gemanagten Fonds, dessen Management natürlich mit Personalkosten und Ähnlichem verbunden ist.

Worauf sollte man beim Fondskauf achten?

Die bekanntlich beste Methode um Geld zu sparen, ist Kosten zu vermeiden. Das gilt natürlich auch bei Investmentfonds. Wie bereits erwähnt, unterscheidet man Fonds unter anderem dadurch, ob sie aktiv oder passiv gemanagt werden. Ein aktives Management bedeutet im Regelfall deutlich höhere Kosten, die unter anderem das Jahresgehalt der Fondsmanager enthalten.

Da sich diese Kosten immer unterschiedlich zusammensetzen und oft nur kompliziert nachzuvollziehen sind, findet man in den Verkaufsunterlagen oder Webseiten der Fonds immer eine Kennzahl namens TER, welche die Kosten pro Jahr in Prozent angibt. TER steht für Total Expense Ratio, was mit Gesamtkostenquote übersetzt werden kann.

Nichtsdestotrotz sollte man zusätzlich zur TER auch alle weiteren Kosten im Auge behalten. So verlangen viele Fondsgesellschaften beim Kauf eines Fondsanteils einen sogenannten Ausgabeaufschlag, der gut und gerne einmal fünf Prozent oder mehr betragen kann - dieser entfällt allerdings beim Kauf börsengehandelter Fonds, wie den oben genannten ETFs.

Zudem sollte man bei der Wahl des Wertpapierdepots und des Handelsplatzes die Augen offen halten. Ist die Führung eines Depots bei manchen Banken und Anbietern gratis, so erheben andere dafür eine monatliche Gebühr.

Ein weiterer Tipp zum Sparen sind sogenannte Fondssparpläne, die mittlerweile von fast allen Banken und Fondsgesellschaften angeboten werden. Dabei investiert man anstelle einer großen Einmalsumme monatliche Kleinsummen in einen bestimmten Fonds. So ist es möglich, bereits mit 25,00 € monatlich über die Zeit ein kleines Vermögen anzusparen.
Bei unserem Partner TradeRepublic (*) kannst du zum Beispiel aus über 300 verschiedenen ETF-Sparpläne wählen - und das ganz ohne Depotkosten.

Dadurch, dass man in einem Sparplan keine feste Anzahl an Fondsanteilen, sondern einen festen Geldbetrag investiert, ergibt sich ein Preisvorteil, der in der Finanzbranche als Cost-Average-Effect bekannt ist. Denn wenn der Preis des Fonds steigt, macht das für deine monatlichen Kosten keinen Unterschied - es kommt sogar noch besser. Ist der Fonds nämlich gerade sehr teuer, dann kaufst du mit deinen 25,00 € relativ wenige Anteile, während du bei einem günstigeren Kurs automatisch mehr für dein Geld bekommst.

Foto von Micheile Henderson auf Unsplash

Bekommst du bei deinem Arbeitgeber Vermögenswirksame Leistungen (VL)? Noch besser! Wenn du diese monatlichen Zuschüsse in einen Fondssparplan investierst, kannst du, je nach Einkommenssituation, zusätzlich eine Arbeitnehmersparzulage vom Staat beantragen, die jährlich bis zu 80,00 € betragen kann.

Fazit

Fonds sind ein tolles Produkt zum Vermögensaufbau und es zahlt sich definitiv aus, das Ganze mal genauer unter die Lupe zu nehmen!
Dennoch sollte man nie vergessen, das Investitionen in Wertpapiere auch ein gewisses Risiko bergen - es lohnt sich also immer genauer hinzuschauen und seine Finanzen im Blick zu behalten.
Apropos Finanzen im Blick behalten: Kennst du schon unsere App bankz family? Damit hast du jederzeit den absoluten Überblick über deine Konten, Ausgaben und Verträge. Schau doch mal vorbei und lass uns gerne ein Feedback da!

Dein bankz family-Team

Rechtliche Hinweise
Alle hier genannten Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Handlungsempfehlung hinsichtlich des Kaufs oder Verkaufs von Wertpapieren i.S.v § 85 WpHG dar. Mit den in der Veröffentlichung getroffenen Aussagen zu einzelnen Finanzinstrumenten wird keine Empfehlung für eine bestimmte Anlage abgegeben. Die Aussagen sind zudem nicht mit einer Finanzanalyse gleichzusetzen.
Die Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus öffentlich zugänglichen Quellen übernommen, die der Verfasser zum Zeitpunkt der Erstellung für zuverlässig und vertrauenswürdig hielt. Sie dienen allein der allgemeinen und unverbindlichen Bildung sowie der privaten Unterhaltung.
Eine Haftung für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder sonstige Qualität der Informationen wird vom Herausgeber und vom Verfasser in jedem Einzelfall nicht übernommen.
Jede/r Besucher*in dieser Seite, die oder der sich die angebotenen Inhalte zu eigen macht, handelt eigenverantwortlich.
Jede/r Anleger*in handelt auf eigenes Risiko und sollte sich von einer Bank oder unabhängigen Experten beraten lassen, inwieweit die vorgestellten Wertpapiere zu ihrem/seinem persönlichen Risikoprofil passen.