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Urlaub günstig gebucht, aber teuer bezahlt? – Teil 1: Kostenfallen bei der Buchung

Urlaub günstig gebucht, aber teuer bezahlt? – Teil 1: Kostenfallen bei der Buchung

Maria Sattler

Urlaub machen ist nicht billig. Gerade mit Kindern kann der gemeinsame Urlaub schnell zu einer kostspieligen Angelegenheit werden. Last Minute Angebote und Pauschalreisen sind daher meist verlockend. Sie versprechen das Urlaubsbudget zu schonen und auf kein Erlebnis verzichten zu müssen. Doch irgendwie ist man am Ende trotzdem viel mehr Geld losgeworden als man wollte. Da hat sich dann das angebliche Schnäppchen doch eher als Kostenfalle entpuppt.

In unserem Zweiteiler über Kostenfallen im Urlaub zeigen wir dir, worauf du beim Buchen, vor und während der Anreise sowie im Urlaub selbst achten solltest, damit du dein Urlaubsbudget nicht ungewollt übersteigst. In diesem ersten Teil zeigen wir dir auf, worauf du bei der Buchung besonders achten solltest.

Beim Buchen zu beachten

Vorfreude ist doch bekanntlich die schönste Freude, oder? Der ein oder andere hat großen Spaß daran seinen Urlaub akribisch zu planen. Für andere ist das Suchen, Vergleichen und Buchen eher eine anstrengende Angelegenheit. Fakt ist aber, wer in den Urlaub fahren will, kommt ums Buchen wohl oder übel nicht herum. Deswegen solltest du bei der Planung auf folgende Hinweise achten, damit deine Reise später nicht teurer wird als erwartet:

Hinweis 1Erst buchen, wenn du dir hundertprozentigsicher bist. Im Onlinehandel gilt zwar ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, was aber nicht jeder weiß, Reisebuchungen sind davon ausgeschlossen.  Das heißt, dass du nur durch Stornierung wieder von der Reise zurücktreten kannst und hier fallen üblicherweise nicht ganz billige Gebühren an.

Hinweis 2Auswahl des Reiseziels. Die Qual der Wahl, auf der Welt gibt es so viele schöne Orte. Natürlich sollte man nach seinen eigenen Präferenzen wählen, wohin die Reise geht. Wichtig ist nur zu beachten, dass du die Zusatzkosten deiner Wahl kennst.

Zum Beispiel die Touristensteuer, diese ist nicht immer angegeben oder im Buchungspreis enthalten, sondern erst bei Ankunft in der Unterkunft zu bezahlen. Häufig handelt es sich hier um einen fixen ein- bis zwei-stelligen Betrag pro Nacht, doch Kleinvieh macht auch Mist. Und es gibt auch Ausnahmen, in manchen Fällen kann die Touristensteuer höher ausfallen. In Amsterdam z.B. wird sieben Prozent des Zimmerpreis verrechnet.

Außerdem solltest du bei der Wahl deines Reiseziels die Notwendigkeit einer Auslandskrankenversicherung prüfen. Wer in Deutschland krankenversichert ist, kann unbesorgt in der EU sowie in der Schweiz und der Türkei reisen. Wohingegen in den USA und in Asien die deutsche Krankenversicherung nicht greift. Wer hier wegen eines gebrochenen Beins, einem entzündeten Insektenstich oder einer offenen Wunde behandelt wird, der muss für diese Behandlung selbst aufkommen. Ohne Krankenversicherung für das Ausland müsstest du hier ganz schön tief in die Tasche greifen.  Mehr Infos über die Auslandskrankenversicherung kannst du in unserem Blogartikel über Reiseversicherungen nachlesen.

Hinweis 3 – Wahl der Unterkunft. Ob Ferienwohnung oder Hotel, wichtig ist das Durchlesen der Konditionen! In Deutschland muss zwar der Gesamtpreis einer Ferienwohnung aufgeschlüsselt sein, in anderen Ländern gilt das jedoch nicht zwangsläufig. Die Kosten für eine Endreinigung könnten z.B. versteckte Kosten sein. Wenn hierzu in der Beschreibung keine Informationen stehen, dann vielleicht in den Bewertungen früherer Kunden. Ansonsten einfach per Mail nachfragen.

Bei Hotels ist es ähnlich. Hier lauern jedoch ein paar mehr potenzielle Kostenfallen. Wir empfehlen zunächst eine persönliche Prioritätenliste zu erstellen und diese dann mit den Konditionen zu vergleichen. Reicht es dir, wenn „All inclusive“ nur zw. 6 Uhr morgens und 23 Uhr stattfindet? Oder bist du doch eher der Typ, der nach 23 Uhr noch ein Gläschen Wein trinkt? – Suche dir das Hotel aus, welches auch deine Anforderungen und Wünsche erfüllt. Gerade bei „All inclusive“ solltest du den Umfang genau analysieren und mit deinen Must-haves abgleichen. Ansonsten zahlst du im Urlaub drauf.

Vorsicht ist auch bei den Kosten für WLAN geboten. Jedes Hotel hat WLAN, aber nicht jedes bietet es den Gästen zur kostenlosen Nutzung an. Gerade bei „All inclusive“-Hotels ist das WLAN eben doch nicht immer „inclusive“.  Um diese Kosten aufzudecken ist es ratsam die Beschreibung detailliert zu lesen sowie die Kundenbewertungen. Auch hier können sich die ein-stelligen Beträge unerwartet hoch aufsummieren.

Hinweis 4 – Flüge buchen. Ein Labyrinth an versteckten Kosten. Man muss schon recht gefuchst sein, um den Fluggesellschaften in Bezug auf Zusatzkosten und Servicegebühren nicht auf den Leim zu gehen. Angefangen beim Eintragen der Passagiere. Konzentration ist gefragt, denn unterläuft dir auch nur ein Tippfehler, bekommst du es teuer zu spüren. Der Name auf der Bordkarte muss mit dem Namen auf dem Ausweis bzw. Reisepass übereinstimmen. Für eine nachträgliche Korrektur verlangen viele Fluggesellschaften um die 150 €.

Eine mindestens genauso große Kostenfalle stellt das Gepäck dar. Sei dir vorher im Klarem welches Gepäck für deine Reise notwendig ist. Demensprechend solltest du von Anfang an diesen Bedarf bei der Buchung berücksichtigen. Nachbuchen kostet meist mehr als die Differenz zum Flugticket, welches im Vorfeld bereits mehr Gepäck abgedeckt hätte. Billig-Airlines bieten ihre Flüge meist nur mit Handgepäck an. Für Übergepäck, Sondergepäck oder ein extra Gepäckstück zahlt man dann eben auch extra viel.

Noch ein Trick der Fluggesellschaften etwas mehr für sich rauszuschlagen ist Dynamic Prizing. Noch nie davon gehört? – Macht nichts, wir erklären kurz was es damit auf sich hat und wie du damit umgehen kannst. „Dynamic Prizing“ ist eine Strategie, bei der der Preis anhand eines Algorithmus flexibel an die individuelle Nachfrage angepasst wird. Im Klartext: Suchst du schon seit einigen Tagen nach Flügen von Berlin nach Ibiza, dann registriert der Algorithmus deinen Bedarf und erhöht die Preise um etwa 20-30 €. Dabei wird dir unterstellt, dass dein Bedarf an diesem Flug so hoch ist, dass du bereit bist auch die 20-30 € mehr zu bezahlen. Tests vom „clever Reisen Magazin“ haben zusätzlich herausgefunden, dass der angezeigte Preis bei Smartphones sogar schon ab der ersten Suchanfrage höher ist als bei Computern. Um also einen fairen Preis zu erhalten, solltest du erstens vom PC aus buchen und zweitens deinen Browserverlauf und Cookies vorher löschen. So kann der Algorithmus deinen Bedarf nicht erkennen.

Zusätzlicher Tipp beim Preisvergleich – Flüge in Betracht ziehen, die unter der Woche starten, z.B. Dienstag oder Mittwoch. Häufig sind diese etwas günstiger als Flüge am Wochenende. Zusätzlich solltest du mit der Abflugzeit etwas spielen, um 2 Uhr nachts oder früh am Morgen sind die Preise tendenziell etwas niedriger als am Nachmittag, Abend oder direkt um Mitternacht. Auch interessant ist das Vergleichen von Einzelflügen mit Tickets für Hin- und Rückflug.

Wichtige Infos für Familien in Bezug aufs Fliegen:

  • Kinder ab 2 Jahren benötigen einen eigenen Sitzplatz, d.h. hier muss der Preis eines Erwachsenen bezahlt werden.
  • Kinder unter 2 Jahren können auf dem Schoß eines Elternteils sitzen, sie fliegen bei manchen Gesellschaften sogar ohne Ticket oder Gebühren mit.
  • Aus gesundheitlichen Gründen müssen Neugeborene mind. 7 Tage alt sein, um mitfliegen zu dürfen.
  • Kinderwägen dürfen teils ohne Zusatzkosten mit ins Flugzeug genommen werden. In fast jedem Fall ist jedoch im Vorfeld eine Anmeldung bei der Fluggesellschaft notwendig.

Hinweis 5 – Kreuzfahrten. Die Trinkgeldregeln der Kreuzfahrtschiffe können zum Horror jedes Urlaubsbudgets werden. Wer kein „All inclusive“ Paket gebucht hat, muss meist für Getränke an Bord selbst zahlen. Hier werden Servicepauschalen von bis zu 18 % aufgeschlagen. Nicht gerade wenig. Eine zweite Kostenfalle auf hoher See ist das Internet. Auch bei Kreuzfahrten ist es nicht selbstverständlich, dass das WLAN kostenfrei genutzt werden kann. Besser du liest die Konditionen und inbegriffenen Leistungen vorher durch oder bittest beim Anbieter um Aufklärung dieser Regelungen.

Hinweis 6 – Mietwagen. Wer am Urlaubsort flexible und unabhängig bleiben will, der leiht sich meist einen Mietwagen. Egal ob dieser erst vor Ort oder bereits vor der Reise gebucht wird, in jedem Fall solltest du die vertraglichen Regelungen gut kennen.  Wer darf alles hinterm Steuer sitzen? Welche Unfallschäden sind bei der Versicherung abgedeckt? Wie hoch ist die Selbstbeteiligung? Alles was vorher nicht geregelt ist, führt am Ende tendenziell eher zu Mehrkosten als zu deinem Vorteil.

An dieser Stelle ist ebenso wichtig zu wissen, ob ein internationaler Führerschein für das Fahren im Ausland notwendig ist. Innerhalb der EU stellt dies kein Problem dar. In manchen osteuropäischen Ländern wie Russland und Moldawien ist die Anschaffung eines internationalen Führerscheins empfehlenswert. Zwingend notwendig dagegen ist dieser in Asien, Afrika, Neuseeland und Mittel- bzw. Südamerika. Wenn du dir nicht ganz sicher bist, ob du in deinem Zielland einen benötigst, dann schau hier bei den länderspezifischen Infos nach. Kostspielig ist der internationale Führerschein nicht, je nach regionaler Behörde kostet er zw. 15 und 20 €. Früh beantragen ist jedoch ratsam, bei der Bearbeitung muss man mit ca. 4 Wochen oder mehr rechnen.

Hinweis 7 – Buchungsabschluss. Hast du endlich das passende Preis-Leistungs-Verhältnis für deinen geplanten Urlaub gefunden, dann lass deine Freude nicht die Aufmerksamkeit beim Buchungsabschluss beeinflussen. Zwei kleine, aber tückische Gefahren sind hier oft versteckt. Zum einem die Zahlungsmethode: Viele Anbieter verlangen für bestimmte Zahlungsmethoden wie PayPal eine Gebühr. Übernimm nicht blind die voreingestellte Methode, sondern suche nach derjenigen, die gebührenfrei ist. In der Regel sollte immer eine kostenlose Zahlungsweise angeboten werden. Achtung auch vor einer voreingestellten Reiserücktrittsversicherung. Manche Anbieter setzen hier automatisch den Haken und du als Verbraucher musst diesen aktiv entfernen. Das tückische hierbei ist meist der Umfang der Versicherung. Die „zugestimmte“ Versicherung läuft dann oft nicht nur für die eine gebuchte Reise, sondern man hat gleich ein Abo gekauft. Wir wollen die Reiserücktrittsversicherung nicht schlecht reden, in einigen Fällen kann diese sinnvoll sein. Wichtig ist nur darauf zu achten, die richtige abzuschließen.

Weitere Infos zum Thema Versicherung und Urlaub kannst du in unserem Blogartikel nachlesen. Auch noch interessant könnte der Blogartikel über die aktuellen Reiseregelungen mit Corona für dich sein.

Und hier noch der Link zu unserem zweiten Teil "Urlaub günstig gebucht, aber teuer bezahlt".


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Dein bankz-family Team!


Auf diese Quellen beziehen wir uns in unserem Artikel:

https://www.holidaycheck.de/away/die-10-grossten-kostenfallen-im-urlaub

https://www.merkur.de/leben/geld/fuenf-kostenfallen-urlaub-unbedingt-vermeiden-sollten-zr-8485354.html

https://verbraucherfenster.hessen.de/soziales/reise/kostenfallen-beim-schn%C3%A4ppchen-urlaub

https://www.zinsen-berechnen.de/geld-urlaub/kostenfallen.php

https://www.airhelp.com/de-ch/blog/versteckte-reisekosten-so-knnen-sie-sie-vermeiden-539/

http://www.diereisehilfe.de/Cafe%20-%20Artikel/Versteckte-Reisekosten.html

https://www.skyscanner.de/nachrichten/die-beste-zeit-um-fluege-zu-buchen-wir-haben-die-antwort

https://www.skyscanner.de/nachrichten/extrakosten-ade-7-praktische-tipps-zum-sparen-von-reisekosten

https://www.zaster-magazin.de/kostenfallen-urlaub

https://www.stern.de/reise/service/flug-buchen-preis-unterschied-smartphone-pc-apple-7266794.html