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Wohnungssuche mit Haustieren – 5 Punkte, die du beachten solltest

Wohnungssuche mit Haustieren – 5 Punkte, die du beachten solltest

Sofie Leonhardt

Für viele Tierbesitzer gehören Vierbeiner und Co unweigerlich zur Familie. Deshalb steht es außer Frage, dass diese auch bei einem Umzug mitkommen. Allerdings gestaltet sich die Wohnungssuche mit Haustieren oft komplizierter als gedacht. Während es beim Umzug in ein Eigenheim weniger Probleme geben dürfte, treten Probleme oft bei der Suche nach einem Mietobjekt auf: Viele Vermieter weisen bereits in ihren Anzeigen ausdrücklich darauf hin, dass Haustiere (gelegentlich auch erst ab einer bestimmten Größe) nicht gewünscht sind. Wie findest du also mit Hund, Katze und Meerschwein eine passende Wohnung, und welche rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es hierbei zu beachten? In diesem Artikel möchten wir dir einen groben Überblick und einige hilfreiche Tipps an die Hand geben.

Tierhalter dürfen zunächst einmal aufatmen: Ein generelles Verbot, was die Haltung von Tieren in der Mietwohnung angeht, ist nicht zulässig. Vor diesem Hintergrund sind auch Mietverträge, die die Tierhaltung grundsätzlich untersagen, rechtswidrig. Das bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche Tiere in einer Wohnung gehalten werden dürfen.

1) Welche Tiere darf ich in meiner Mietwohnung halten?

In der Regel ist die Haltung von Tieren im Mietrecht von der Art der Tiere abhängig, Haustiere werden in Gruppen eingeteilt. So zählen beispielsweise Hamster, Meerschweinchen, Fische oder Wellensittiche zu den sogenannten Kleintieren. Kleintiere darfst du ohne vorherige Erlaubnis in deiner Mietwohnung halten. Anders sieht es allerdings bei der zweiten Gruppe – die auch Hunde und Katzen umfasst – aus: Auch hier gilt, dass ein grundsätzliches Verbot nicht zulässig ist. Allerdings bedarf es in diesen Fällen einer Einzelfallentscheidung. Vermieter müssen also abwägen, ob die Haltung von größeren Tieren unter bestimmten Umständen zugelassen werden kann. Ein allgemeines Verbot würde eine Benachteiligung des Mieters darstellen.


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2) Gibt es Ausnahmen, die ich beachten muss?

Ja, die gibt es! Auch bei der Haltung von Kleintieren, die - wie oben beschrieben - generell gestattet sein muss, gibt es spezielle Ausnahmefälle. So muss der Mieter dem Vermieter die Haltung von Ratten, Frettchen oder Papageien melden, und eine Genehmigung einholen. Gleiches gilt für das Halten von exotischen Tieren. Also beispielsweise Schlangen, Echsen oder Vogelspinnen, denn gefährliche Arten müssen vom Vermieter nicht geduldet werden, auch wenn Terrarien grundsätzlich in der Wohnung gestattet sind. In diesen Fällen entscheidet dann nicht das Mietrecht, sondern der Vermieter, oder – im Streitfall – der Richter.

Handelt es sich im Übrigen um ausgewiesene Blinden- oder Therapiehunde, so bedarf es keiner gesonderten Zustimmung durch den Vermieter.

3) Was darf der Vermieter, und was darf er nicht?

Wie bereits erwähnt, darf dein Vermieter Tierhaltung nicht grundsätzlich verbieten, allerdings seine Zustimmung zum Halten exotischer und größerer Tiere fordern. Generell bedarf es triftiger Gründe des Vermieters, wenn dieser die Haltung von Tieren untersagt. Einer nachvollziehbaren Begründung bedarf es so auch, wenn bereits andere Mieter Haustiere halten, neue Mieter aber ein Tierverbot erhalten. Zudem kann dein Vermieter die Genehmigung an das Vorhandensein einer Tierhaftpflichtversicherung knüpfen, damit im etwaigen Schadensfall keine Streitigkeiten darüber entstehen, wer die Kosten zu tragen hat. Das Mietrecht schreibt diese Versicherung allerdings nicht vor.

4) Kann die Erlaubnis zur Tierhaltung widerrufen werden?

Grundsätzlich kann der Vermieter seine Erlaubnis zur Tierhaltung zurückziehen. Das kann dann der Fall sein, wenn sich der Mieter bzw. Tierhalter nicht an die Vorgaben oder an die Rücksichtnahmepflicht im Mietshaus hält. Probleme hierbei könnten unter anderem durch Lärm- oder Schmutzbelästigung entstehen. Zusätzlich könnte es zum Widerruf kommen, wenn aufgrund der Tiere Schäden entstehen, also beispielsweise durch den nicht abgeklärten Einbau einer Katzenklappe.

5) Umzug mit Tieren – was du beachten solltest

Wenn du erfolgreich eine passende Wohnung für dich und deine tierischen Begleiter gefunden hast, gilt es den Umzug zu stemmen. Während sich manche Tiere, also Kleintiere wie Fische oder Hamster, problemlos umziehen lassen, gilt es bei Hunden und vor allem Katzen mehr zu beachten. Was deinen Hund angeht, solltest du nicht vergessen, diesen zunächst am alten Wohnort abzumelden, und entsprechend für den neuen Wohnort umzumelden. Dieses Vorgehen ist aufgrund der Hundesteuer nötig. Auch bestimmte Exoten können einer Meldepflicht unterliegen. Um hier auf der sicheren Seite zu sein empfiehlt es sich, bei der entsprechende Stadt- oder Gemeindeverwaltung nachzufragen. Eine Checkliste kann dabei helfen, Überblick über alle wichtigen Schritte zu behalten und einen stressigen Umzug zu umgehen. Auch für die unmittelbare Zeit nach dem Umzug gibt es einige Tipps, um deinen Vierbeinern die Umgewöhnung möglichst angenehm zu gestalten.

In diesem Sinne wünschen wir dir eine unkomplizierte Wohnungssuche und einen entspannten Umzug in dein neues Zuhause. Schau gerne auch für weitere Finanz- und Familienrelevante Themen in unserem Blog vorbei!

Dein Bankz Family Team

Auf folgende Quellen nehmen wir im obigen Artikel Bezug:

https://www.mietrecht.com/haustiere/

https://umziehen.de/umzug-transport/umzug-mit-katzen-hund-haustier-umzugstipps-90

https://ratgeber.immowelt.de/haustierhaltung.html

https://umziehen.de/media/cms/2020/02/Checkliste-Umzug-mit-Haustieren.pdf-Adobe-Acrobat-Pro.pdf

https://www.zylkene.de/besondere-situationen-mit-hund-und-katze/umzug-mit-hund-und-katze/